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Beugungsunschärfe Rechner

In der Fotografie kannst Du über die Blendenvorwahl (Modus A/Av) selbst den Blendenwert und damit die Schärfentiefe bestimmen. Eine zu weit geschlossene Blende (hohe Blendenzahl) sorgt jedoch dafür, dass zwar die Schärfentiefe zunimmt, jedoch das gesamte Bild an Schärfe abnimmt. Und das ist die Beugungsunschärfe.

Die Beugungsunschärfe ist nicht vom Objektiv abhängig. Egal wie gut das Objektiv ist, wenn Du zu weit abblendest, wird Dein Bild unscharf.

Du musst die Beugung nicht selbst berechnen, trage einfach Deinen Kameratyp und die Auflösung in MegaPixel ein.

Als Ergebnis erhältst Du zwei Blendenwerte. Der Erste ist, wann die Beugung theoretisch sichtbar wird. Bis zu diesem Wert kannst Du die Blende ohne Probleme einstellen und erhältst ein sehr scharfes Bild. Ab diesem Wert wird das Bild über die gesamte Fläche zunehmend unschärfer.

Die max. sinnvolle Blende ist z. B. empfehlenswert, wenn Du auf etwas Schärfeleistung verzichtest, Du aber Blendensterne/Sonnensterne erhalten möchtest. Noch weiter abblenden solltest Du jedoch nicht, da die Beugung dann überhandnimmt und das Foto insgesamt sehr unscharf wirkt.

Das Beispielbild im Titel ist übrigens ein Bildausschnitt von einer 24 MP APS-C Kamera. Ich denke, hier sieht man sehr gut, dass die Schärfe von F8.0 bis F16 ein wenig abnimmt und F22 dann komplett unscharf wirkt. Fast so, als wäre das Objektiv defekt oder der Fokus an einer anderen Stelle.

Comments 5

  1. Meines Wissens tritt schon bei ziemlich offenen Blenden die Beugungsunschärfe auf, wenn die Pixeldichte besonders hoch ist (z.B. einige Sony-Vollformat-Boliden mit mehr als 60MP). Andererseits ist die Schärfe-Ebene bei Offenblende (f2.0 oder weniger) im Vollformat extrem dünn. Wenn ich diese nun “verbreitern” will indem ich abblende, fang ich mir doch im Gegenzug schon bei Blende f4 Beugungsunschärfen ein. Befinde ich mich da nicht in einem Teufelskreis?

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      Egal bei welcher Blende, ein Teil des Lichtes wird immer gebeugt. Jetzt kommt zusätzlich ja noch die Leistung des Objektivs. Oft erhöhst Du die wahrgenommene Schärfe von F4.0 auf 5.6, da das Objektiv eine bessere Schärfeleistung bringt und die Beugung nicht sichtbar ins Gewicht fällt. Wie im Rechner angegeben fängt es sichtbar bei 60 MP erst bei F7.1 an. Theoretisch ist zwischen F7.1 und F11 also bereits ein leichter Verlust durch die Beugung, der messbar ist, aber ich sehe da noch nichts.

  2. Bei APS-C und 40 MP komme ich auf 5,7 und 16. Blendensterne haben mich nie interessiert, so dass ich als meinen “vorläufigen persönlichen Grenzwert” Blende 8 festlege, versuchsweise auch Blende 11. Bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Danke für den Rechner, den auch Nicht-Ingenieure bedienen können!!

  3. Hallo Stephan, erst mal ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2026. Schließe mich Jürgen H.an (Fuji X-H2). Zunächst war ich geschockt, weil ich nicht wußte, wie man die Beugungsunschärfe berechnet, hab aber instinktiv immer max mit Blende 11 fotografiert… dann habe ich aber auch verstanden, dass meine Objektive, abgeblendet auf 4 oder gar 5,6 beste Ergebnisse liefern und so war es auch… sicher, die Schärfentiefe nimmt ab, aber das ist erstens nicht immer schlimm oder vielleicht sogar positiv, aber wenn es darauf ankommt, kann ich ja ein 2.Bild machenbei dem die Schärfenebene anders liegt und die Bilder verrechnen. Das muss ich dann bei meiner Fotografie künftig bedenken. Danke für das kleine Tool!

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