Intex Frame Pool: Tipps für Anfänger, Aufbau, Filter, Chlor, Salz, warmes Wasser, Was musst Du beachten?

Der eigene Intex / Bestway Metal Frame Aufstellpool für euren Garten. Eine Anleitung und viele Tipps für euren Pool. Welcher Untergrund? Welches Wasser? Welche Poolpumpe brauchst Du? Wie filterst Du das Wasser? Kartuschenfilter oder Sandfilter? Oder besser Filterbälle oder Glas? Chlor oder Salz? PH Plus und Minus, welche Chemie brauchst Du und was musst Du messen? Was ist ein Chlorinator? Funktioniert ein Pool ohne Chlor? Wie kannst Du den Pool heizen? Wärmepumpe oder Solarheizung? Lies den Blog-Beitrag oder schau mein YouTube Video dazu an. Danach wird Dein Pool ein voller Erfolg. Versprochen!

Vorab, mein Fachgebiet ist die Fotografie. Aber da ich selbst Stunden und Tage gebraucht habe, mir die richtigen Informationen zusammenzusuchen, obwohl es ja nur um einen kleinen Aufstellpool geht, dachte ich, mache ich es Dir deutlich einfacher mit diesem Artikel + Video. Schritt für Schritt. Und alles, was ich gekauft habe, habe ich Dir verlinkt.

Inhalt

  1. Pool aussuchen
  2. Untergrund vorbereiten
  3. Pool aufbauen
  4. Welches Wasser?
  5. Das Wasser einlassen
  6. Welche Filteranlage?
  7. Die Sandfilteranlage
  8. Welche Filteranlage kaufen?
  9. Filtermedium
  10. Die Größe des Filterbehälters
  11. Filteranlage positionieren
  12. Die richtigen Anschlüsse
  13. Filteranlage anschließen
  14. Das Ventil
  15. Desinfizieren
  16. Reinigen
  17. Messen & Poolchemie
  18. Rückspülen
  19. Chlorinator
  20. Pool wärmen

Das Video zum Text:

Tipps & Tricks zum eigenen kleinen Pool im Garten

1. Pool aussuchen

Welchen Pool Du Dir aussucht, das hängt natürlich von Deinem Platz und von Deinen Vorlieben ab. Rund / Eckig usw. Den ganz einfachen Intex Easy Set Pool* mit aufblasbarem Rand kann ich nur bedingt empfehlen. Der sieht praktisch aus, steht aber nicht so stabil und Du kennst das, alles was aufblasbar ist, so wie hier der Luftrand, geht schnell die Luft wieder raus und auch schnell kaputt. Der Vorteil vom Easy Set Pool* ist, dass Du den auch nur für 3 Monate aufstellen kannst und den Rest des Jahres kannst Du die Fläche für etwas anderes nutzen. Aber sei gewarnt, durch Auf- und Abbauen kommt auch schnell ein Loch rein.

Ich habe mich für den Aufstellpool Intex Metal Frame* entschieden. 305 cm Durchmesser und 76 cm Tiefe. Keine Angst, die sind auch super einfach und schnell aufzubauen. Einfach nur zusammenstecken. Das schafft jeder. Die Stangen sind allerdings nur mangelhaft gegen Rost geschützt. Innen haben die Stangen keinen Rostschutz und gerade an den Steckverbindungen (Metall gegen Metall) entstehen meistens schon nach dem 1. Jahr die ersten Roststellen. Beim Badebetrieb bewegt der Pool sich immer etwas und gerade an diesen Stellen bildet sich Rost. Ich rate daher eher zu dem fast baugleichen von Bestway*. Dieser hat Kunststoff T-Stücke. Ewig wird der natürlich auch nicht halten.

Du kannst das Rosten verzögern, in dem Du Zinkspray* in die Rohre sprühst bzw. überall dort, wo das Metall “arbeitet” und aneinander reibt.

3m Durchmesser ist nett für einen kleinen Garten. Wenn ich mehr Platz hätte, würde ich wahrscheinlich einen größeren nehmen, die 76 cm Höhe finde ich persönlich allerdings perfekt. Ich kann drin sitzen, der Kopf guckt raus, ein- und aussteigen geht ganz ohne Leiter und er ist auch Kinder kommen recht einfach rein und raus. Aber richtig schwimmen geht natürlich nicht.

Wenn Du etwas dauerhaftes haben möchtest, solltest Du über einen Stahlwandpool* nachdenken. Der Preis ist höher und idealerweise brauchst Du dann auch noch eine Betonbodenplatte. Du kannst ihn aufstellen, versenken oder teilversenken. Der Aufwand ist jedoch deutlich höher. Das wäre jedoch ein Thema eines eigenen Blogbeitrags. Hier bleibe ich beim Metal Frame.

Mache es doch wie ich: Fang mit einem Metal Frame an, kauf Dir aber vernünftiges Zubehör, dann kannst Du irgendwann auf einen “richtigen” Pool umsteigen, wenn Du Spaß am eigenen Pool gefunden hast. Vielleicht ist Dir das ja auch zu viel Arbeit, dann kannst Du den ganz schnell wieder entsorgen und das teure Zubehör verkaufen. Ich werde jedenfalls auf den Stahlwandpool umsteigen, sobald der Metal Frame den Geist aufgibt. Meine Erfahrung hilft mir aber dann bereits.

2. Untergrund vorbereiten

Suche einen Standort aus, ohne Baum oder Hecke direkt nebenan. Du hast genug zu tun Insekten, Gras, Sand usw. aus dem Pool zu fischen. Glaube mir, auf Blätter hast Du später keine Lust!

Das Wichtigste ist, das der Boden gerade und frei von Steinen oder Wurzeln ist, die von unten den Pool beschädigen können. Mein Tipp, nimm die Grasnarbe weg. Für einen Rundpool kannst Du ganz einfach mit einer leeren Flasche, gefüllt mit Mehl und einer Schnur einen perfekten Kreis ziehen. Nimm nicht genau den Durchmesser vom Pool, sondern etwas mehr. Die Beine benötigen etwas Platz. Ich habe zum Beispiel bei 3,05 m noch 10 cm Rand gelassen, als 3,25 m als Durchmesser. Wenn Du bequem Rasenmähen möchtest, dann lieber noch etwas mehr Rand. Je größer der Pool, desto eher solltest Du über einen anständigen Betonuntergrund nachdenken. Bei einem kleinen Pool ist das aber noch nicht nötig.

Mit einem langen Brett kannst Du z. B. alles gerade ziehen. Schau, dass die Fläche nicht nur glatt ist, sondern wirklich auch möglichst perfekt gerade und im Wasser steht. Ein schräger Pool macht später nur Probleme. Schütte keine Erde auf, das wird später wieder uneben. Trage die Erde ab, die zu viel ist. Kleine Unebenheiten kannst Du mit etwas Sand ausgleichen.

Als Unterlage habe ich 36 Poolmatten* verwendet (9 Pakete 50×50). Zum einen zum Schutz, damit von unten nichts den Pool beschädigen kann und zusätzlich wird der Boden später schön weich. Sie sind einfach zu verlegen und durchaus ausreichend. Heute – 2 Jahre später – sind die leicht wellig, wo sich entsprechend leichter Schmutz ansammelt. Nicht perfekt, aber der Boden ist immer noch gut und vor allem angenehm weich.

Die professionellere Alternative einen Pool ohne Beton zu bauen, wäre eine Schicht Edelsplitt* (2-5 mm), conZero Bodenplatten*, Vinylplatte (bei conZero dabei), dickes Bodenschutzvlies* von mindestens 400g/m². Je dicker, desto weicher wird der Boden. Bei einem Stahlwandpool* wäre das klar meine Empfehlung, wenn Du auf eine Betonplatte verzichten willst oder musst.

3. Pool aufbauen

Viele würden jetzt bereits den Pool aufbauen. Mach das aber bitte erst, wenn Du Dich mit den anderen Schritten, Filterung und Desinfektion auseinandergesetzt hast und alles schon gekauft hast und es bereit liegt. Es ist immer leichter einen Pool sauber zu halten als einen grünen Pool wieder klar zu bekommen. Erst jetzt den Pool aufbauen. Der Stahlwandpool ist schnell aufgebaut, das muss ich nicht erklären. Wichtig ist aber der Schritt danach, das Wasser einlassen!

4. Welches Wasser?

Blöde Frage, oder? Nicht ganz. Wer einen Brunnen im Garten hat, möchte gerne Leitungswasser sparen. Nimm aber möglichst kein Brunnenwasser, das ist oft zu eisenhaltig. Es mag auf den ersten Blick gut und klar aussehen, aber sobald Du chlorst, oxidiert das Eisen im Wasser und euer Poolwasser färbt sich braun. Nimm auch kein Wasser vom Hydranten, auch die sind oft von innen eher verrostet. Falls doch, lasst es vorher sehr lange spülen, bis Du das Wasser verwendest. Am einfachsten ist aber einfach nur Leitungswasser. Es dauert vielleicht etwas, bei 4.500 Liter, wie bei meinem, sind es schon ein paar Stunden, aber Du hast schon einmal sauberes Wasser und fängst nicht gleich am Anfang mit Problemwasser an. Glaube mir, das willst Du nicht. Am Ende kostet Dich das Wasser mehr Arbeit und Chemie, als wenn Du gleich Leitungswasser genommen hättest.

5. Das Wasser einlassen

Wasser rein und fertig? Nein. Du willst, dass der Boden möglichst faltenfrei ist. An jeder kleinen Falte sammelt sich später immer schön der Schmutz. Beim Einfüllen kannst Du die Falten noch schön nach außen reiben. Also, gehe in den Pool und schiebe bzw. reibe die Falten nach außen. Solange noch sehr wenig Wasser im Pool ist, klappt das sehr gut. Wenn der Pool erst einmal voll ist, kannst Du fast nichts mehr bewegen, dann ist es zu spät. Mach es also rechtzeitig!

6. Welche Filteranlage?

Verunreinigungen im Wasser sollten regelmäßig rausgefiltert werden und das Wasser sollte ständig in Bewegung sein, damit es sauber bleibt und sich nichts an den Poolwänden ablagern kann, z. B. Algen. Du kennst das, stehendes Gewässer ist Pfui und fließendes Gewässer ist in der Regel viel klarer. Das gleiche gilt für Deinen Pool! 30 Min. am Tag mal eben filtern oder nur filtern, wenn man schwimmen geht und dann 2 Wochen nicht mehr? Das genügt auf keinen Fall.

Dein Poolwasser sollte 2-3x am Tag komplett umgewälzt und gefiltert werden. Mein kleiner Pool, mit 3 m Durchmesser hat 4.500l, d.h. 4,5 m³ Wasser. Die billigen Intex Kartuschenfilter* machen so: 1-2 m³/h, d. h. 7-13 Std. sollte die am Tag laufen oder anders gesagt: 2x am Tag für 3,5 Std. Angegeben sind die für bis zu 12.000l Pools, das heißt dann aber eher 18 Std. filtern am Tag, also ca. 5 – 23 Uhr. Dazu kommt aber, dass die Kartuschen regelmäßig gereinigt werden müssen. Ist eine Reinigung nicht möglich, brauchst Du eine neue Kartusche*.

Wenn Du gleich von Anfang an Dein Wasser richtig filtern willst, dann kaufe gleich eine richtige Sandfilteranlage!

7. Die Sandfilteranlage

Eine Sandfilteranlage (SFA) hat keine Kartusche, sondern sie besteht aus einer Pumpe und einem Filterbehälter, der z. B. mit Sand gefüllt ist. Das Wasser wird wie in der Natur durch den Sand gedrückt, Dreck bleibt im Sand, das saubere Wasser geht zurück in den Pool. SFA können in der Regel mehr filtern, sind pflegeleichter und die Pumpen schaffen locker eine Umwälzleistung von 6 m³/h oder auch mehr. Das bedeutet in 1,5 Std. wird bei meiner Poolgröße das Wasser 3x gefiltert. Also Abends nur kurz 1,5 Std. laufen lassen und gut? Denk daran, das Wasser soll bewegt werden. Wenn Du also nicht gerade badest, sollte die Pumpe dennoch länger laufen. Wie lange, hängt von vielen Faktoren ab. Grob kann man sagen, je wärmer es ist und je länger die Sonne scheint, desto länger sollte die Pumpe laufen. Entweder den ganzen Tag, oder 2-3x am Tag für 2-3 Std.

8. Welche Filteranlage kaufen?

Hier habe ich sehr lange gesucht. Mir war wichtig, dass sie leise ist, einen Vorfilter besitzt, selbst ansaugend ist und über eine externe Zeitschaltuhr steuerbar ist, damit ich sie automatisieren kann und über das Handy steuern. Die Intex Sandfilteranlagen* sind sicherlich praktisch, weil die Anschlüsse alle Intex kompatibel sind. Sie hat auch schon eine Zeitschaltuhr, die allerdings ziemlich dumm ist und sich nicht anständig programmieren lässt, wenn ich den Bewertungen glauben kann. Daher habe ich mich dagegen entschieden.

Steinbach* sieht man sehr häufig, vor allem im Baumarkt. Und wenn es um Qualität geht, bin ich jedoch öfter auf den Namen Speck gestoßen. Ein Deutscher Pumpenhersteller. Ich habe mich für die Speck Badu Magic 6 Filterpumpe* entschieden und bin bis heute sehr zufrieden. Sie arbeitet zuverlässig und ist von den Geräuschen noch angenehm. Ich habe jedoch zusätzlich einen Frequenzumrichter* verwendet. Der verlangsamt die Filtergeschwindigkeit, spart Stromkosten und amortisiert sich bereits nach 2-3 Jahren. Zusätzlich minimiert er die Geräusche noch einmal deutlich. Wenn Du also eine möglichst leise Poolpumpe suchst, kann ich diese Kombination nur empfehlen. Mit Frequenzumrichter* ist die wirklich super leise. Ich höre nur das Plätschern vom Wasser, keine Pumpe. Du kannst natürlich auch gleich eine drehzahlgesteuerte Pumpe nehmen, z. B. die AquaPlus Vario Plus*. Die werden aber schnell ziemlich teuer. Da Du mit denen aber wie gesagt ebenfalls Stromkosten sparen kannst, amortisiert sich das evtl. schnell wieder.

Pumpe inklusive Kessel, hier gibt es z. B. die OKU Sandfilteranlage Bali 400 Aqua Plus 6*. Soweit ich sehen kann, scheint die Pumpe baugleich zu meiner Speck Pumpe zu sein. Im Video siehst Du, dass mein Kessel kleiner ist. Ich habe nur 25 kg, die Bali 400 hat 50 kg. Meine Kombination Pumpe + Kessel führte jedoch zu Problemen, da das Wasser zu schnell durch den Filter gedrückt wird und zusätzlich kam Filterglas beim Rückspülen raus (komme ich später noch zu). Sprich, die Pumpe war zu stark für die Kesselgröße! Das bedeutet, dass immer Sand mit ausgespült wurde. Daher habe ich mir jetzt einen größeren Kessel gekauft und daraus gelernt. Achte also unbedingt darauf. Die Kesselgröße muss in erster Linie nicht zum Pool passen, sondern vor allem zur Pumpe. Bei einer Pumpe die 6 m³/h schafft, nimm einen 400 mm Kessel für 50 kg Sand! Das ist ausreichend für Pools bis 25 m³ (25.000 liter). Wenn Dein Pool größer ist, nimm einen 500 mm Kessel (für 75 kg Sand) und 11 m³/h Pumpe OKU Bali Aqua Plus 11*.

Der Vorfilter ist übrigens wichtig, um die Luft aus den Schläuchen herauszubekommen und natürlich um groben Schmutz herausnehmen zu können. Zusätzlich brauchst Du ihn später zur Poolpflege! Flockmittel gehört z. B. in den Skimmer oder in den Vorfilter. Schlecht, wenn Du beides nicht hast. Selbstansaugend ist die Pumpe ebenfalls, das bedeutet, die Pumpe hat kein Problem mit Luft in den Schläuchen. Das ist sehr praktisch. Bei anderen musst Du vorher versuchen die Luft herauszubekommen. Bei Selbstansaugenden einfach einschalten, und los gehts

9. Das Filtermedium

Der Filterbehälter bzw. Kessel der Sandfilteranlage muss gefüllt werden. Wie der Name schon sagt, normalerweise mit Sand bzw. Quarzsand*. Es gibt aber auch noch Filterbälle* und Filterglas*. Filterbälle klingt so einfach. Sie sind leicht, einfach einzufüllen und wenn Sie mal dreckig sind, kann man sie in der Waschmaschine waschen und einfach austauschen. Das klingt gut, oder? Die Nachteile jedoch sind, Du musst zum Reinigen jedes Mal den Behälter auseinanderbauen und dann diese dreckigen Bälle in die Waschmaschine tun? Ganz ehrlich, das ist nichts für mich und ich finde das sehr unpraktisch und ekelig. Die Werbung klingt gut, die Praxis sieht aber anders aus. Ich will sowas auch gar nicht in meiner Waschmaschine haben. Machst Du es aber nicht, sind es vermutlich Keimschleudern. Eine Sandfilteranlage kann sich aber ganz einfach selbst reinigen! SFA auf Rückspülen stellen. Einfach Hebel umlegen, 1-2 Minuten Rückspülen und der Sand ist wieder sauber, ganz ohne Öffnen des Filterkessels, mehr dazu aber später.

Filterbälle darfst Du in der Regel nicht rückspülen! Wasser sollte aber sowieso regelmäßig teilweise ausgetauscht werden. Warum? Wegen der Cyanursäure. Was zum Geier ist das jetzt wieder? Ich verstehe Dich, ich wollte am Anfang auch nichts von dieser Säure wissen. Ist auch egal! Wenn Du regelmäßig einen Teilwasserwechsel machst und rückspülst, also eben keine Filterbälle nimmst, dann musst Du Dich (in der Regel) damit auch nicht näher beschäftigen! Wenn Du aber trotzdem unbedingt sowas haben willst, dann nimm wenigsten PureFlow* Filtermaterial. Die sind wie Filterbälle, mit dem entscheidenden Unterschied, das Du dieser Rückspülen kannst und darfst!

ABER, meine Empfehlung ist Filterglas*. Filterglas ist wie Sand, aber es soll besser filtern und ist weniger anfällig für Keimbildung und kann doppelt so lange im Kessel bleiben. Es muss also erst nach 5-6 Jahren ausgetauscht werden (Sand schon nach 2-3 Jahren). Je nach Hersteller und Verschmutzung aber auch länger. Ich habe mich sogar für das teure AFM Filterglas* entschieden. Was es an Filterglas für Unterschiede gibt, kann ich nicht beurteilen. Ob sich AFM lohnt, also auch nicht, aber Schaden wird es sicherlich nicht. Mein Motto: Egal wie groß und teuer der Pool ist, Wasser ist Wasser! Möchtest Du gutes Wasser? Dann musst Du es eben auch gut pflegen. Hast Du Kinder im Pool die Wasser verschlucken? Dann erst Recht!

Wichtig: Achte auf die richtige Körnung! Je nach Filterbehälter sind diese für bestimmte Körnungen geeignet. Wenn der Sand dann zu fein ist, rutscht er durch und landet im Pool. Achte also auf die Anleitung und auf die richtige Menge! Nicht zu viel! Nicht voll. Mache nur das rein, was laut Beschreibung rein soll. Bei der oben genannten SFA sind das 50 kg Sand bzw. 42 kg Filterglas Grade 1*.

10. Die Größe des Filterbehälters

Klar, je größer der Pool, desto größer der Filterbehälter. Das ist klar. Aber genügt für einen kleinen 5 m³ Aufstellpool nicht ein kleiner Filterbehälter für 20 kg Sand oder sogar weniger? Das Problem ist, wenn Du Dich für eine vernünftige Pumpe entscheidest, dann macht sie nun mal mindestens 6 m³/h. Damit der Schmutz aber auch gefiltert wird und nicht einfach durch den Sand durchgedrückt wird, darf die Filtergeschwindigkeit nicht zu hoch sein!

Die ideale Filtergeschwindigkeit beträgt ca. 50-60 m/h.

Meine SFA kann 6 m³/h und der Durchmesser meines 25 kg Kessels betrug 300 mm. Die Filtergeschwindigkeit ist dann 85 m/h. Also viel zu stark. Das erklärt auch, warum mir das Filterglas beim Rückspülen wieder rauskam. Bei 6 m³/h und 400 mm Kessel (50 kg Sand) sind das 50 m/h, also ideal! Übrigens, zum Filtern darf es auch langsamer fließen (20-30 m/h), aber zum Rückspülen benötigt man die 50-60 m/h. Noch ein Grund für einen Frequenzumrichter*! Beim Filtern fließt das Wasser schön langsam, aber zum Rückspülen hast Du dann die ideale Power.

11. Filteranlage positionieren

Wenn Du Dich für den günstigen Kartuschenfilter* entscheidest, der ist IPX7, also gegen Feuchtigkeit geschützt, aber nicht komplett wasserdicht, daher achtet auf die Bedienungsanleitung. Der soll weg vom Pool aufgestellt werden. Aber viel wichtiger ist der Trafo dazu. Der sollte mindestens 3,5 m vom Pool entfernt angeschlossen werden und nicht im Freien stehen. Alles mit 220V immer weit weg vom Pool und vor Regen schützen! Du willst niemanden grillen, oder?

Wenn Du wie ich eine anständige Filteranlage nimmst, sind die oft etwas spritzwassergeschützt, aber ich würde sie nicht im freien aufstellen. Bau ein kleines Pumpenhaus. Luft soll rein, damit es nicht zu heiß wird, aber Regen sollte abgehalten werden. Wenn Du, wie ich, zu faul bist zum selber bauen, ich habe ein Tipp für Dich. Das günstigste, aber dennoch vernünftige Pumpenhaus, was ich finden konnte, ist die Trixie Hundehütte! Die L Variante davon ist groß genug für kleinere Kessel. Für den 50 kg Kessel musste ich die Hütte jedoch ein wenig aufbocken. Es fehlen ein paar Zentimeter. Ich habe den Boden draußen gelassen. Alles steht bei mir also direkt auf den Steinen. Die Öffnung, also der Eingang für den Hund, ist bei mir einfach gegen das Gartenhaus gelehnt. Luft kommt rein, Kabel vom Gartenhaus auch, aber Regen nicht. Das “Pumpenhaus” lässt sich wunderbar von oben öffnen. Für mich war sie am Anfang perfekt für den Zweck.

Wenn ich vor 2 Jahren gewusst hätte, dass ich noch eine Solarheizung dazu bauen werde, dann hätte ich wahrscheinlich einen größeren Gartenschrank als Anbau zum Gartenhaus genommen.

Wenn Du Dir mein Video ansiehst, siehst Du, dass mein Pumpenhaus recht weit weg ist, vom Pool. Der Grund ist ganz einfach. 1. Im Gartenhaus habe ich Strom und alles bleibt trocken. 2. Strom möchte ich möglichst weit vom Pool weg haben. Und 3. Ich hatte Solarabsorber zum Heizen des Pools auf dem Gartenhausdach geplant. Das Wasser ist schonmal hier, müsste also nur noch hoch aufs Gartenhausdach und wieder runtergeführt werden. Und genau das habe ich ein Jahr später auch umgesetzt. Wenn noch eine Solarsteuerung und ein Bypass reinsoll, wird es langsam eng in der kleinen Hütte.

Auch ein kleiner Pool kann großartig geheizt. Nichts geht über einen warmen Pool

12. Die richtigen Anschlüsse

Bei meinem Pool fehlte das Anschlussset*. Schau also, ob es bei Dir dabei ist. Du brauchst einen Ablauf und eine Einlaufdüse. Direkt am Pool, sind nur Löcher, bzw. so Gummischläuche, da kannst Du nichts befestigen. Und achte auf den richtigen Durchmesser! Meiner hat 32 mm, es gibt aber auch 38 mm und größer UND dann gibt es noch den Intex eigenen Anschluss, der ist zum Schrauben. Das ist zwar sehr praktisch, aber nicht kompatibel mit anderen Firmen. Wenn Du alles von Intex nimmst, ok, dann wird es sicherlich am einfachsten. Ich wollte aber eine bessere Pumpe. Meine Speck Pumpe* ist entweder für die hochwertigen 50 mm PVC Hartverrohrung oder aber für 32 + 38 mm Schläuche. Für beide Varianten sind die Anschlüsse bei der Pumpe dabei. Je größer Du die Verrohrung wählst, desto leichter fließt das Wasser. Da mein kleiner Pool allerdings nur 32 mm Anschlüsse hat, hatte ich am Anfang alles auf 32 mm, ich wollte nicht zu viel mischen.

Wenn Du aber schon weißt, dass Du mehr machen willst, z. b. eine Solarheizung, dann rate ich Dir dringend dazu gleich zu 50 mm zu gehen! Das ist alles viel hochwertiger und gar nicht so kompliziert, wie man am Anfang denkt. Es muss auch keine Hartverrohrung sein, es gibt diese ebenfalls als 50 mm Flexschlauch*. Die werden normalerweise geklebt, aber keine Sorge, der Aufwand ist nur etwas höher, dafür hält es viel besser! Wenn ich gewusst hätte wie toll 50 mm ist, hätte ich das von Anfang an genommen!

13. Filteranlage anschließen

Wichtig: Achte auf die Bedienungsanleitung. Die Steckdose muss z. B. einen FI Schutzschalter besitzen, damit auf keinen Fall Strom im Pool landet und jemand stirbt. Also Vorsicht und evtl. lieber 1x einen Elektriker beauftragen, als ein Risiko einzugehen, oder? 

Für die Anschlüsse schau am besten das Video ganz oben. 1. Tipp, nimm am besten gleich 50 mm PVC Rohr und klebe es. Ich habe zum Pool einen Teichschlauch* genommen. Der ist stabiler, als die normalen blauen Schläuche. Der Nachteil von dem Teichschlauch ist allerdings, das der sich schlechter festklemmen lässt. Solltest Du den nehmen, nimm gleich 2 Schlauchschellen* damit es nicht tropft. Je besser Du alles schon am Anfang festmacht, desto weniger Probleme hast Du später. Mein Schlauch ist mittlerweile im Garten in KG Rohr* vergraben. Ich wünschte, ich hätte gleich 50 mm Flexschlauch genommen. Sei klug. Sei nicht wie Stephan. 😉

Vergiss auch nicht, einen Kugelhahn zu verwenden. Kugelhahn für 32/38mm* oder Kugelhahn für 50mm*. Wenn Du mal etwas an der Pumpe machst, Vorfilter ausleerst, dann läuft nicht das ganze Poolwasser leer, dafür ist der Kugelhahn.

Also, vom Pool geht der Schlauch vorne an die Pumpe, wo der Vorfilter sitzt. Oben geht es raus zum Filter bzw. zum Ventil. Was Du hier einstellt, da komme ich auch noch zu. Das Ventil hat normal 3 Anschlüsse die beschriftet sind. Pump, Return Pool und Waste. Von der Pumpe geht der Schlauch also zu Pump, also Pumpe. Return/Pool, da geht der Schlauch dann wieder zurück zum Pool. Bei mir war hier noch der Chlorinator dazwischen, da komme ich noch zu, wenn es um die Desinfektion geht. Normal kann er direkt zum Pool zurück. Und auch hier würde ich wieder einen Kugelhahn nehmen, falls Du etwas aufschrauben willst, damit nicht das Wasser vom Pool leer läuft.

Noch was, überall wo ein Gewinde sitzt, solltest Du Teflonband* nehmen und das mehrmals rumwickeln, damit auch das Dicht ist.

14. Das Ventil

Bevor Du alles einschaltest, solltest Du zuerst rückspülen. Das heißt das Wasser kommt vom Pool, durch die Pumpe, durch den Filter, aber nicht zurück in den Pool, sondern kommt dann aus dem Waste Anschluss. Also hier schließt Du den Schlauch* an, der Dein Wasser entsorgt. Hier habe ich so einen einfachen blauen Schlauch genommen, etwas länger und dann kann ich das Wasser entsorgen, wo ich will.

Das Ventil darf immer nur verstellt werden, wenn die Pumpe aus ist, sonst machst Du das Ventil kaputt. Also auf Rückspülen stellen, und dann die Pumpe an und 1-2 Minuten Rückspülen, bzw. bis das Wasser klar ist. Das geht bei Filterglas etwas schneller als bei Sand. Filterbälle dürfen nicht zurückgespült werden! Ganz wichtig, nach dem Rückspülen auf Nachspülen stellen und nochmal ca. 30 Sek. nachspülen, sonst landet Dreck im Pool. Aber immer, bevor Du den Hebel umlegst, die Pumpe ausschalten! Erst nach dem Nachspülen, dann wieder auf Filtern stellen. Wenn alles in Ordnung ist, kannst Du jetzt die Pumpe normal einschalten und Dein Poolwasser wird gefiltert.

15. Desinfizieren

Neben dem Filter benötigt Du noch etwas zum desinfizieren. Hier gibt es neben dem bekannten Chlor* das im Dosierschwimmer* im Pool treibt, noch Aktivsauerstoff und Salz. Wobei Salz selber nicht desinfiziert, da brauchst Du noch ein extra Gerät. Chlor kennst Du sicherlich. Da gibt es so Langzeittabs* und wenn es schnell gehen soll Chlorgranulat* zum Stoßchloren. Aktivsauerstoff kenne ich selbst nicht. Das klingt gut, aber das Wasser sollte unter 25 °C bleiben. Ich bade aber nur über 25 °C, deshalb kommt es für mich nicht infrage.

Ich hatte mich am Anfang für Salz entschieden. Das spannende an Salz, Du musst nicht ständig Chlor reinkippen, sondern nur einmal die richtige Menge Salz, bzw. zur nächsten Saison “nachsalzen”. Das klingt am Anfang pflegeleichter. Zusätzlich empfinden viele das Wasser als angenehmer. Es ist übrigens kein salziges Meerwasser, sondern der Salzgehalt soll nur etwa bei 0,4 % liegen. Meerwasser liegt eher bei 3,5 %. 0,4 % ist der Salzgehalt wie in Deinen Tränen. Also keine Angst, es brennt nicht in den Augen, im Gegenteil. Es ist für die Augen angenehmer und das Wasser schmeckt nur ganz leicht nach Salz.

Aber wie funktioniert das? Nach dem Filter geht es nicht zum Pool, sondern in den Chlorinator*. Das Adapterstück auf 32 mm und der Schlauch auf diese Intex Verschraubung waren übrigens dabei. Auch auf der anderen Seite war der Adapter dabei, um wieder auf 32 mm zu kommen und der Schlauch führt wie gewohnt zurück zum Pool.

Der Chlorinator*, also das Salzwasserelektrolysegerät spaltet Salz, also Natriumchlorid in Natrium und Chlor. Das Chlor tötet Bakterien und Algen und wird danach wieder zu Salz. Es verbraucht sich also nichts. Genial, oder? Du brauchst etwa 4kg Salz pro m³, das heißt bei meinem Pool, mit 4,5 m³, sind das 18kg Salz. Das Natrium im Salz erhöht allerdings den PH Wert vom Wasser, mehr dazu weiter unten.

Nachtrag: Während der 2. Saison hat der Chlorinator nur noch Fehler angezeigt. Der hat mich so aufgeregt, dass ich ihn herausgenommen habe. Vermutlich defekt. Ich empfehle ihn also nicht mehr. Ich desinfiziere jetzt mit Chlor, ABER ich verwende dennoch Salz im Pool! Ja, das geht! Das Poolwasser ist etwas angenehmer, die Vorteile vom Salz, aber ich chlore normal mit Langzeittabs*.

16. Reinigen

Der Filter kann nur das Wasser filtern. Sand oder Dreck der auf dem Boden liegt oder Insekten und Blätter, die auf der Oberfläche schwimmen, reinigt der, nicht. Für beides gibt es ein einfaches Reinigungsset*. Kescher für die Oberfläche und Bodensauger. Das ist billig gemacht, klappt so weit aber ganz gut. Wenn Du den Pool lange offen lässt, dann lohnt sich sicherlich auch ein Skimmer*, den schließt Du einfach am Ablauf an und der hält die Oberfläche sauber. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Pumpe stark genug ist.

Ich benutze heute übrigens nur noch den Kescher für die Oberfläche und den Boden reinige ich einfach nur mit einem Schlauch. Wie das geht, zeige ich in meinem unteren Video zum Thema “Hilfe, mein Pool ist grün“.

17. Messen & Poolchemie

Zum Messen, vergiß die einfachen Streifen, die taugen nichts und sind viel zu ungenau. Nimm mindestens einen Schütteltester* oder noch besser, miss gleich elektronisch. Im Schütteltester einfach Tablette rein, für PH in das eine Fach, für Chlor in das andere. Der PH Wert sollte zwischen 7.0-7.4 liegen. Je näher Du an 7.0 bist, desto besser wirkt das Chlor. Dafür gibt es PH+ und PH-. Bei Salzwasserpools brauchst Du übrigens nur PH-. Löse die Chemie vorher im Eimer auf und dann erst in den Pool, so lässt es sich leichter verteilen und das Granulat liegt nicht am Poolboden.

Seit meinem 2. Pooljahr verwende ich den PoolLAB® 1.0. Ich weiß, was Du jetzt denkst. So ein teurer Wassertester für einen einfachen Pool? Spätestens wenn Du Deinen Pool gerne warm betreibst und er Dir mal kippt und trüb oder gar grün wird, wirst Du es erst richtig verstehen, wenn Du richtig messen kannst! Also ein ganz klarer Tipp! Mehr dazu im unteren Video. Durch den PoolLAB habe ich auch erst gesehen das der Schütteltester ebenfalls viel zu ungenau ist.

Der Chlorwert kann normal zwischen 0,5 und 1,0 liegen. Bei Hitze genügt 0,5 jedoch auf keinen Fall. Stelle ihn dann am besten morgens auf 1,5 oder 2 ppm. Der Chlorwert darf niemals auf 0 abfallen, erst Recht nicht bei Hitze. Bei Hitze sollte er gar nicht erst unter 1 ppm sinken. In Langzeitchlortabs ist ein Stabilisator (Cyanursäure), damit der Chlorgehalt besser gehalten wird. Wenn Du Dich für einen Salzwasserpool entscheidest und noch nie mit Chlortabs desinfiziert hast, ist in Deinem Poolwasser kein Stabilisator. Der Chlorwert sinkt dann innerhalb von Stunden auf 0 zurück! Daher brauchst Du, wenn Du den Chlorinator verwendest einen Stabilisator*! Vorsicht, nicht überdosieren, ansonsten wirkt das Chlor nicht mehr!

Chlorst du mit normalen organischen Tabs darfst Du auf keinen Fall Stabilisator verwenden! Im Gegenteil! Die normalen Tabs sind organisch und enthalten bereits mehr als genug Cyanursäure (Stabilisator). Wenn Du die ganzen Zusammenhänge verstehen möchtest, schau Dir das nachfolgende Video an. Das erklärt nicht nur, warum Dein Pool grün wird, sondern auch wie Du immer perfektes Wasser behältst!

Warum ist der Pool grün? Warum ist der Pool trüb? Warum ist der Pool braun? Und ganz wichtig, wie bleibt er klar?

18. Rückspülen

Wenn der Druck vom Kessel steigt, normal liegt der im grünen Bereich der Druckanzeige, wenn der in den gelben Bereich geht, solltest Du spätestens rückspülen. Das heißt das Poolwasser wird angesaugt, geht aber umgekehrt durch den Filter und schießt das Schmutzwasser durch den Waste Schlauch. Also wie ganz am Anfang, einfach 1-2 Minuten rückspülen, bis das Wasser klar wird. Nicht vergessen 30 Sek. nachzuspülen und dann wieder auf Filtern stellen. Fertig, ganz einfach. 

Ich empfehle übrigens 1x die Woche rückzuspülen. Nicht weil der Filter schon dreckig ist, sondern aufgrund des Cyanursäurewertes! Mit dem PoolLAB® 1.0 kannst Du es ja selber messen. Wenn Du den Cyanursäurewert aber nicht messen kannst und auch gar nicht wissen willst, was das ist (Alles zu kompliziert und so), dann spüle einfach 1x die Woche zurück! Dann hast Du das Problem vermutlich auch nicht erst. Kurz gesagt: Sammelt sich zu viel Cyanursäure in Deinem Pool an, misst Du zwar im Schütteltester genügend Chlor, aber das Aktive Chlor ist zu wenig und der Pool kippt und wird grün. Chlor ist also nicht gleich Chlor.

19. Chlorinator Pflege

Der Chlorinator* hat mir am meisten den Kopf zerbrochen. Der Salzgehalt sollte ziemlich genau bei 4 g/l liegen. Achte bei der Erstbefüllung also darauf. Ab 2 g/l zeigt der Chlorinator Low an und arbeitet nicht mehr, piept nur. Ich wollte etwas mehr Salz im Pool, aber ab ca. 5 g/l zeigt er High an und arbeitet nicht mehr. Zu wenig Salz ist kein Problem, einfach etwas Nachkippen, aber wenn ihr zu viel Salz habt, hilft nur 10% vom Pool ablassen und dann wieder neu auffüllen und hoffen, dass jetzt die richtige Menge Salz drin ist. Bevor ihr aber nicht wisst, wie viel jetzt im Pool ist, auch dafür gibt es ein Messgerät, ein sogenannter Refraktometer*.

Wenn Du sehr hartes Wasser hast, verkalkt die Zelle vom Chlorinator sehr schnell. Bei mir war das bereits nach 2 Monaten. Der Chlorinator zeigt dann LOW SALT an. Bevor Du aber mehr Salz reinkippst, schau ob Deine Zelle verkalkt ist. Ich hatte mehr und mehr Salz reingekippt, er zeigte aber immer LOW Salt. Dann habe ich die Zelle gereinigt, dann zeigt er HIGH SALT an und die Geschichte mit dem Wasser ablassen geht von vorne los. Und das Schlimmste, solange der Chlorinator eine Fehlermeldung zeigt, wird Dein Wasser NICHT desinfiziert.

Die erste Reinigung der Zelle ist nervig. Wenn Du das aber mal gemacht hast, ist das kein Problem mehr. Zelle aufschrauben an der Seite, herausnehmen und komplett in Essig legen für eine Stunde. Das genügt meist schon. Bevor Du die Zelle rausschraubt, das Ventil auf CLOSED stellen und Deinen Kugelhahn zuschrauben, damit das Wasser im Pool bleibt. Wie Du siehst, auf den ersten Blick wirkt das chloren mit Salz entspannter, auf den 2. Blick ist es das aber leider nicht. Im Gegenteil.

Kannst Du das verkalken vermeiden? Jain. Das wichtigste ist, stell den Chlorinator richtig ein. Es gibt ein Selbstreinigungszyklus! Der reinigt sich nicht selber, der ändert aber die Polarität und dadurch verkalkt der nicht so schnell. Da stellst Du einmal Deine Wasserhärte ein. Wenn er aber schon verkalkt ist, ist es zu spät, dann musst Du die Zelle wie gesagt in Essig einlegen.

Nachtrag: Wie schon erwähnt, ich verwende seit der 2. Saison den Chlorinator nicht mehr, da er nur noch Fehler angezeigt hat. Der hat mich so aufgeregt, dass ich ihn herausgenommen habe. Vermutlich defekt. Ich empfehle ihn also nicht mehr. Ich desinfiziere jetzt mit Chlor, ABER ich verwende dennoch Salz im Pool! Ja, das geht! Das Poolwasser ist etwas angenehmer, die Vorteile vom Salz, aber ich chlore normal mit Langzeittabs*.

20. Pool wärmen

Es gibt eine Wärmepumpe, die läuft mit Strom. Viel Strom. Und sie macht leider krach und nervt manchmal die Nachbarn. Und es gibt Solarabsorber, da fliesst dann Dein Poolwasser durch. Genau das habe ich im 2. Jahr bei mir installiert, dazu gibt es ein eigenes Video (siehe unten). Was aber auch schon viel bringt, ist eine Solarfolie*. Die Noppen dieser Noppenfolie kommen übrigens nach unten zum Wasser. Die Folie schützt den Pool nachts vorm Auskühlen und tagsüber heizt sie den Pool auf. Also eine Doppelfunktion. Bei 3 Tagen Sonne und 25°C schafft der Pool es durchaus auf 30°C. Seit dem ich die Solarabsorber installiert habe, schaffe ich mit Glück auch 33°C, bei einer Lufttemperatur von 19°C. Das wichtigste ist jedoch, das die Sonne den ganzen Tag scheint. Am besten 3 Tage nacheinander. Ohne Sonne, kein warmer Pool.

Wie Du den Pool so richtig warm bekommst!

21. Baden nicht vergessen!

So, jetzt dürft ihr baden. Wenn Du mich verbessern möchtest, weil ich Blödsinn erzähle, immer her damit. Wenn Du andere Erfahrungen hast, natürlich auch gerne. Schreib mir am besten einen Kommentar unter den YouTube Videos. Ich lese die alle.

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