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TEST: Sony Alpha 6700 vs. A6600 vs. A7IV 🏆

Die Sony Alpha 6700 ist der Nachfolger zur Alpha 6600. Was hat sich verĂ€ndert? Lohnt ein Upgrade von der 6400 oder 6600? Ist die BildqualitĂ€t besser geworden? Ist der Autofokus besser? Was sind die Vorteile der neuen Kamera in Bezug auf Landschaft-, Portrait- oder Tierfotografie und bezogen auf Video. Wie steht sie im Vergleich zur Canon EOS R7 und was ebenfalls hĂ€ufig gefragt wird: Bei dem Preis, kann ich doch gleich Vollformat kaufen, oder? Deswegen vergleiche ich sie ebenfalls mit der Sony 7IV. 

Dieser Blog-Artikel ist der Text zum Video. Der Inhalt ist (fast) identisch.

Sony A6700 Test 🏆 𑗅 vs. A6600 vs. A7IV 𑗅 FĂŒr wen ist die Kamera (nicht)? 

Zur Sony A6600 hab ich ĂŒbrigens ein Buch geschrieben und ein Online Masterclass erstellt. Ich kenne die Kamera also ziemlich gut. Die 6700 hab ich jetzt schon eine Weile, es ist eine finale Kamera, kein Vorserienmodell und ich habe gewartet bis ich mir die RAWs in Lightroom ansehen kann, bevor ich eine abschließende Meinung bilde.

GehÀuse

Ein-/Ausschalter wurde verÀndert, die Kamera ist jetzt schwieriger auszuschalten.

Ich leg’ gleich mit Kritik los. Das Erste, was mir aufgefallen ist, ist, dass der Ein-/Ausschalten scheiße ist. Das ist etwas, das hab ich immer bei Canon kritisiert. Mal ist der Schalter links, dann rechts, mal so, mal so und Sony hat den immer vorne links fĂŒr den Zeigefinger. Nach rechts gehts an, nach links gehts aus. Bei der A6600 ist das so, bei der A7IV ist das so und bei fast jeder anderen Sony auch. Bei der A6700 ist der Nuppsi aber viel weiter rechts, das heißt ich ziehe den Schalter nicht nach rechts, sondern nach hinten und zum Ausschalten wieder nach vorne. Mein jahrelang antrainierter Sony Finger verkrampft sich da total.

Nicht falsch verstehen, wenn das Deine erste Kamera ist, ist das schon ok, aber als Umsteiger nervt es Dich vermutlich etwas. Und wenn Du zwei Sony Kameras haben solltest, dann nervt es noch mehr. Warum hat Sony das eigentlich gemacht? Vermutlich, weil vorne jetzt ja ein zusĂ€tzliches Einstellrad ist. Was natĂŒrlich super ist, endlich hat Sony auch bei APS-C 3 EinstellrĂ€der fĂŒr Zeit, Blende und ISO. Wo sich jeder darĂŒber freut, der die Kamera gerne komplett manuell einstellt. Vorne, oben rechts und hinten. 

Dann ist der Videoknopf nach oben gekommen, finde ich sehr gut, es wird eben immer hĂ€ufiger nicht nur fotografiert, sondern eben auch gefilmt. DafĂŒr ist allerdings der C1 Knopf an die alte Stelle gerĂŒckt. C1 ist eine Custom Taste, also eine Taste, die Du selbst frei belegen kannst. GrundsĂ€tzlich denke ich mir, wenn eine der Custom-Tasten etwas schlechter zu erreichen ist, ist ok, kommt halt eine Funktion drauf, die man nicht so hĂ€ufig braucht. Allerdings gibt es insgesamt eine Custom-Taste weniger zur A6600. Und wenn man bedenkt, dass man bei der A6600 einen AF/MF-AEL Schalter hat und der Knopf daher eine Doppelfunktion hat, dann bekommt man sogar 2 Custom-Tasten weniger und 1 ist schlechter zu erreichen

Was ich wiederum super finde, kennt man schon aus der 7er Reihe, einen extra Schalter fĂŒr Foto und Video. Das ist richtig gut fĂŒr alle, die sowohl fotografieren als auch filmen. Bei der A6600 musste ich das Modusrad ja auf filmen stellen und musste den Modus, also P, A, S oder M im FunktionmenĂŒ Ă€ndern. Das wird jetzt ĂŒberflĂŒssig, ich wĂ€hle an dem extra Rad also Foto, Video oder Zeitlupe und Zeitraffer und unabhĂ€ngig davon, wĂ€hle ich, welchen Modus ich nutzen möchte. 

Das bedeutet gleichzeitig, dass ich mehr SpeicherplĂ€tze habe. 3 fĂŒr Foto, 3 fĂŒr Video und 3 fĂŒr Zeitlupe und Zeitraffer. Ich kann also Voreinstellungen fĂŒr Landschaftsfotografie wĂ€hlen, Voreinstellungen fĂŒr Tierfotografie, Voreinstellung fĂŒr Videos von Tieren und Voreinstellung fĂŒr Videos im Studio usw. Ich weiß, nutzen nicht viele, viele wissen auch nicht wozu und wie, aber dafĂŒr gibts ja meinen Masterclass Kamera Workshop. 😜

Vom Griff hat sich nichts geĂ€ndert, der ist nahezu gleich geblieben, das GehĂ€use ist ebenfalls nach wie vor etwas gegen Staub und Feuchtigkeit geschĂŒtzt, beim Sucher merke ich keinen Unterschied zum VorgĂ€nger. Es gibt bessere Sucher, z. B. im Vollformat die 7IV und höher, aber fĂŒr die Kameraklasse ist der ok. 

Das Display klappt jetzt zur Seite statt nur nach oben und unten. Ist zwar vielseitiger, finde ich auch besser, aber trotzdem gewöhnungsbedĂŒrftig, weil man nicht mehr in der optischen Achse bleibt. Aber ich mag das, dass man das Display geschĂŒtzt einklappen kann und im Prinzip in alle Richtungen drehen kann wie man will

Wie der VorgĂ€nger hat auch die A6700 keinen Joystick. Finde ich schade, Fujifilm und Canon haben den in der Preisklasse. Ich finde der Autofokus und auch Tracking arbeitet so gut, dass ich den Joystick fĂŒr die Tierfotografie oder allgemein Action kaum vermisse. In der Landschaftsfotografie hab ich aber schon ganz gerne einen Joystick, geht einfach schneller. Geht ohne ja, aber trotzdem ein Minuspunkt. 

SD Kartenslot ist jetzt an der Seite und nicht mehr unten beim Akku, d.h. die Speicherkarte kann man jetzt auch einfacher wechseln, wenn die Kamera auf dem Stativ steht und sie unterstĂŒtzt jetzt schnelle UHS-II Karten, d.h. es lohnt hier bei der Karte etwas mehr Geld auszugeben. (Meine Empfehlung: Sony 128 GB UHS-II Tough*)

Blitz ist ebenfalls wie beim VorgĂ€nger nicht eingebaut. 

Statt der alten Multi-USB Buchse hast Du jetzt ausschließlich USB-C. Das ist einerseits natĂŒrlich gut, weil es eben der neue Standard ist, das heißt aber gleichzeitig das alte Kabelauslöser nicht mehr funktionieren und fĂŒr USB-C gibt es keinen mehr. Gut, dann nimmt man eben den IR Auslöser, oder? Nein, ein IR EmpfĂ€nger gibt es auch nicht mehr. Wenn Du die Kamera fernsteuern willst, entweder mit Bluetooth Fernbedienung (RMT-P1BT* oder GP-VPT2BT*) oder ĂŒber das Smartphone.

Bedienung

Die Bedienung von außen ist keine große Umstellung, vom MenĂŒ aber schon, sie hat jetzt das neue MenĂŒ, wie schon viele andere Sony vor ihr. GrundsĂ€tzlich finde ich das neue MenĂŒ gut und etwas besser als das vorige. Einfacher ist es aber nicht geworden, es gibt mehr Funktion, was es natĂŒrlich auch gerne wieder komplizierter macht. Und schon beim ersten Einschalten will Sony glaube ich jeden Einsteiger verschrecken, dann kommt nĂ€mlich folgende Meldung:

Bei Aufnahmen von einem Stativ, anstatt der Aufnahme von einem in der Hand gehaltenem GerĂ€t “Automatisch AUS Temp” auf “Hoch” einstellen, um die Aufnahmezeit zu verlĂ€ngern, möchten sie dies einstellen?

ICH weiß was damit gemeint ist. Du auch? 

Der nĂ€chste Hinweis ist dafĂŒr aber leichter verstĂ€ndlich und zeigt eine neue Funktion. Du kannst jetzt mit Wischgesten MenĂŒs einblenden lassen. Ich hab Wischgesten bei Kameras noch nie gemocht, das ist hier nicht anders, aber man muss sie ja nicht benutzten. Nach oben wischen geht noch, dann kommt das FunktionsmenĂŒ. Ich drĂŒcke da lieber die Taste Fn und dann gibt es da noch die Wischgeste von der Seite. 

Und das finde ich nicht intuitiv. Rein wischen ist ganz intuitiv. Und wieder schließen, hab ich lange nicht verstanden. Ich wische und wische und nichts passiert. Bis ich verstanden habe, dass man nicht von der Mitte wischen darf, sondern man muss links anfangen, wenn man nach links wischt und rechts anfangen, wenn man nach rechts wischt, ansonsten wischt man sich dumm und dusselig. Ansonsten hat man dauerhaft viele Funktionen eingeblendet und kann die Kamera ĂŒber Touch bedienen, wenn man das möchte. Ich möchte lieber hauptsĂ€chlich mein Bild sehen, alles störende darf gerne weg. Aber das ist natĂŒrlich Geschmackssache.

Dann gibt es bei den neuen Sony Kameras ein neues Haupt HauptmenĂŒ. Und das wird mir langsam zu viel. Du hast also ein HauptmenĂŒ, ein FunktionsmenĂŒ, ein Quick-Navi-MenĂŒ, neu dazu kommt wie gesagt das WischmenĂŒ was Du einblenden kannst und dann noch das Haupt HauptmenĂŒ. Sind 5 MenĂŒs. Das kann verwirrend sein, man muss sie natĂŒrlich nicht alle benutzen, was ich aber am neuen Haupt HauptmenĂŒ gut finde, Du kannst hier schnell Deine Speicherkarte formatieren, sprich löschen, ohne lange im HauptmenĂŒ zu suchen.

Ebenfalls gibt es endlich ein paar neue Funktion, die mir bei Sony immer fehlten und die auch eine Alpha 7IV nicht hat. FĂŒr die Nachtfotografie gibt es jetzt einen Bulb-Timer, Du kannst also problemlos lĂ€nger als 30s belichten, kannst die Zeit vorgeben und brauchst keinen Fernauslöser dafĂŒr. 

FĂŒr alle Makrofotografien gibt es jetzt Fokusstacking! Auch das sehr praktisch. Zwar nicht in der Kamera direkt, sondern als Einzelbilder, die Du dann z. B. in Photoshop zusammenrechnen kannst. 

Autofokus

Als die Sony 6400 vor 4 Jahren vorgestellt wurde, war sie die schnellste Kamera der Welt, jedenfalls vom Autofokus: Echtzeit Augen AF, Echtzeittracking, das war definitiv ein Sprung nach vorne und eine richtige Innovation. Sehr guter und schneller AF und gleichzeitig eine einfache Bedienung vom AF. Heute macht das eigentlich jede aktuelle Kamera so Ă€hnlich, egal ob Canon, Fuji, Panasonic, oder Nikon. 

Die A6700 ist jetzt kein Voreiter mehr, sondern sie macht das, was Canon z. B. mit der R7 schon lĂ€nger macht, sie erkennt nicht nur Gesichter, sondern eben auch einen Kopf von hinten oder eben auch den Körper. Was Du (im Video) auch siehst, dass die 6600, der VorgĂ€nger zwar den Oberkörper nicht anzeigt, aber dennoch an der gleichen Stelle scharf stellt.  

Die Motiverkennung der A6700 hat sich verbessert, aber nicht automatisch die Geschwindigkeit vom Autofokus.

Beim AF Test bin ich gelaufen und Fahrradgefahren und habe jeweils 500 Fotos geschossen und wollte die Trefferquote beider Kameras vergleichen. Bei beiden Kameras hatte ich das Tamron 70-180 mm drauf. Bei der A6600 waren ca. 70% scharfe Bilder und bei der A6700 nur 25%

Das kann doch nicht sein, oder? Tja, der Vergleich ist leider ungĂŒltig, auch Profis machen Fehler. Ich hatte die Kameras unterschiedlich eingestellt. Die 6700 hatte ich in der Grundeinstellung, so wie Du die Kamera kaufst und die 6600 hab ich so eingestellt, wie ich es jedem in meinem Masterclass immer empfehle, auf SchĂ€rfeprioritĂ€t

Der Vergleich ist zwar ungĂŒltig, aber trotzdem können wir etwas Wichtiges lernen. Lerne lieber Deine Ă€ltere Kamera richtig bedienen – z. B. in dem Du meinen Masterclass zur A6600 kaufst – als stĂ€ndig eine neue Kamera zu kaufen und zu erwarten, dass sie bessere Bilder macht. 75 % Ausschuss ist schon echt erschreckend viel. Ich hatte leider nicht die Zeit den Test komplett zu wiederholen, was ich aber trotzdem wissen wollte, liegt es wirklich nur an der Einstellung? Oder gibt es ein Problem mit dem Tamron Objektiv? Vielleicht hat aber auch irgendetwas in der Landschaft die KI abgelenkt, das könnte natĂŒrlich ebenfalls sein. Kann ich nicht genau sagen. 

Jedenfalls hab ich zwar nicht den ganzen AF Vergleich wiederholt, das wĂ€re mir zu aufwendig gewesen, aber ich hab nur mit der 6700 einen kleinen Test vor meiner HaustĂŒr gemacht, dieses Mal mit SchĂ€rfeprioritĂ€t und einmal mit Sony 90 mm F2.8, Tamron 70-180 mm F2.8 und Sigma 85 mm F1.4 und ich kam jeweils auf eine Trefferquote zwischen 82 – 86 %. Es lag also eher nicht am Tamron, sondern an der Einstellung oder an der Location, weiß ich nicht genau. 

Ich hab jedenfalls nicht das GefĂŒhl das sie in dem Beispiel besser ist. Wo sie aber besser ist, ist bei der Tierfotografie. Also weniger die Actionfotografie, sondern die Tiererkennung. Es werden mehr Tiere erkannt, es werden eher Tiere erkannt. Es werden jetzt auch Insekten erkannt. Dadurch kannst Du leichter sitzende Insekten fotografieren, erwarte aber nicht, dass der Autofokus es schafft bei Zeitlupenaufnahmen das Insekt zu verfolgen. Ist vielleicht auch ein bisschen zu viel erwartet, soweit sind die Kameras noch nicht, das schafft auch Canon nicht viel besser.

BildqualitÀt

Es gibt so einige die glauben eine neue Kamera macht bessere Fotos. Das war mal so, ist heute nicht mehr. Die BildqualitĂ€t in puncto Bildrauschen und Dynamik ist fast identisch zum VorgĂ€nger. Die JPG Engine hat sich jedoch verbessert und die Fotos in JPG wirken manchmal besser.

26 MP statt 24 MP spielt keine Rolle, merkst Du nicht.

RAW Vergleich bei ISO 12.800 in der 100% VergrĂ¶ĂŸerung.

Bei ISO 12.800, im RAW Format sieht man durchaus einen leichten Unterschied, aber dass man hier klar sagen kann, dass die neue besser ist, das wĂŒrde ich nicht sagen, die verhalten sich durchaus Ă€hnlich. 

Wo man einen Unterschied sieht, ist bei JPG und bei den Extremen.

ISO 102.400 in JPG bei 100 % VergrĂ¶ĂŸerung im Vergleich.

Das ist ISO 102.400. Nichts was ich normalerweise nutzen wĂŒrde, das ist einfach zu verrauscht, das wĂ€re fĂŒr Knippsbilder interessant, nicht wirklich fĂŒr ernsthafte Fotografie. Was Du hier aber siehst, das die 6600 hier noch so ein hĂ€ssliches Farbrauschen drin hat, teilweise fleckig lila und die 6700 nicht mehr. In den extremen und bei JPG siehst Du also durchaus einen feinen Unterschied. 

Bei ISO 25.000 sieht man das auch so ein bisschen. Aber im Prinzip sind die verdammt Ă€hnlich. 

Wenn Du wirklich eine bessere BildqualitÀt haben möchtest, dann musst Du zu Vollformat gehen, z. B. zur Sony A7IV, hier hast Du mehr Details, 33 MP zu 26 MP, Du siehst bei ISO 12.800 liefert die Vollformat noch ein saubereres Bild mit weniger Rauschen. Sprich, bei Vollformat, mehr Details, weniger rauschen und gleichzeitig etwas mehr Dynamikumfang

ISO 12.800 finde ich bei Vollformat noch ok, bei APS-C gehe ich normalerweise allerdings nicht ĂŒber ISO 6400. Das fĂŒr mich die Grenze, wo Details und Rauschen noch in einem guten VerhĂ€ltnis stehen. Und bis ISO 6400 lassen sich die Bilder auch noch ganz gut bearbeiten. Was viele dann in Lightroom machen ist z. B. die dunklen Bereiche hochziehen, ich mache das mal bisschen stĂ€rker auf 100, das betont dann natĂŒrlich auch wieder das Bildrauschen im dunklen Bereich. Aber ich finde das durchaus noch akzeptabel.

wenn ich zum Vergleich wieder Vollformat nehme, ich kann bei Vollformat etwa 1 EV Stufe weitergehen als bei APS-C und habe etwa das gleiche Bildrauschen, deswegen nehme ich hier mal ISO 12.800, fĂŒr die gleiche Helligkeit muss ich die Tiefen nur bis 75 aufhellen, das kommt etwa aufs Gleiche raus. 

ISO 6400 bei der A6700 vs. ISO 12.800 bei der A7IV.

Und wenn ich die beiden Bilder dann miteinander vergleiche, links die A6700 und rechts die Vollformat, dann siehst Du, ich hab bei Vollformat mehr Details, ich hab ja mehr Auflösung, Du hast ungefĂ€hr das gleiche Bildrauschen, aber eben bei einer Stufe höherem ISO-Wert, also ISO 12.800 statt ISO 6400 und bei Vollformat hast Du im Dunklen noch mehr Reserve, weil der Sensor einen etwas grĂ¶ĂŸeren Dynamikumfang hat. 

Bildsensor 

BildqualitĂ€t ist also gleich, aber trotzdem ist etwas beim Bildsensor deutlich besser geworden – jedenfalls teilweise – und das ist die Auslesegeschwindigkeit. 

Die 6700 kann den Sensor in 25 ms auslesen, beim VorgĂ€nger dauerte das gut doppelt so lange, nĂ€mlich 46ms. (Hier gibt es die Vergleichstabelle zu anderen Kameras)

Kann ein Sensor schneller ausgelesen werden, hat das 2 Vorteile. Zum einen kann die Kamera eine höhere Serienbildgeschwindigkeit umsetzten. Jedenfalls theoretisch. Die A6700 ist aber wie auch der VorgĂ€nger auf 11 Bilder/Sek. begrenzt. Eine Canon R7 liest den Sensor einen hauch langsamer aus und kann trotzdem 30 B/s. Sony ist hier also langsamer als Canon oder auch Fuji, obwohl der Sensor theoretisch schnell genug wĂ€re. FĂŒr die meisten Motive genĂŒgen 11 B/s aber wahrscheinlich trotzdem. 

Der 2. Vorteil eines schnelleren Sensors, bedeutet weniger Rolling shutter, wenn du gerĂ€uschlos fotografierst. So richtig schnell sind 25 ms jetzt auch nicht, fĂŒr PortrĂ€ts ist das kein Problem, aber Sport oder Wildlife wĂŒrde ich trotzdem lieber mit dem mechanischen Verschluss fotografieren. 

Neu kannst Du beim RAW Format ĂŒbrigens auf verlustfrei komprimiert stellen. Bei Vollformat geht das schon lĂ€nger, bei Sony APS-C Kameras ist das neu. Bisher gab es nur ein RAW Format und das war etwas komprimiert, und zwar verlustbehaftet. FĂ€llt in der Regel nicht auf, aber ist es. Neu gibt es wie gesagt verlustfrei komprimiert, die Datei ist etwas kleiner und trotzdem enthĂ€lt sie mehr Informationen. Das ist deswegen meine Standardeinstellung und sollte auch Deine sein, vorausgesetzt Du fotografierst mit dem mechanischen Verschluss

Wenn Du allerdings gerne lautlos fotografierst, solltest Du eine Sache wissen. Beim elektronischen Verschluss reagiert die Kamera hier etwas anders. Zum einen wird der Sensor bei verlustfr. komprimiert langsamer ausgelesen, mit 64 ms sogar langsamer als der VorgĂ€nger. Das heißt Rolling Shutter Gefahr ist grĂ¶ĂŸer. 

Bei JPG oder RAW komprimiert hast du die schon genannten 25 ms. 

Dann ist die BildqualitĂ€t etwas anders: Ich zeige das mal (siehe Video). Beide Aufnahmen sind mit elektronischem Verschluss bei ISO aufgenommen, 5 Blenden unterbelichtet, und nachtrĂ€glich wieder 5 Blenden aufgehellt. Und damit Du den Unterschied besser siehst, zusĂ€tzlich die Tiefen etwas hochgezogen. Links ist verlustfr. komprimiert und rechts ist normal komprimiert, bzw. die alte Kompression. 

(Was ist das fĂŒr ein komischer Test? Wer belichtet schon 5 EV stufen zu dunkel? Darum geht es nicht, ich teste so den Dynamikumfang. Und genau das siehst Du hier, beim normalen RAW komprimiert rauscht es stĂ€rker und Du verlierst an Dynamikumfang, aber nur wenn Du mit elektronischem Verschluss fotografierst.)

Zu kompliziert? nochmal in einfach und das gilt wie gesagt nur mit elektronischem Verschluss

RAW verlustfr. ist besser von der QualitÀt, mehr Informationen drin, ABER der Sensor wird langsamer ausgelesen, Du bekommst also eher schiefe Bilder

RAW komprimiert ist etwas schlechter von der QualitÀt, lÀsst sich nicht ganz so stark bearbeiten, aber die Gefahr von schiefen Bildern, also Rolling-Shutter werden deutlich reduziert

Serienbild

Kurz gesagt, es bleibt bei 11 B/s und zwar egal ob mechanischer oder elektronischer Verschluss. Eine Canon R7 kann 15 B/s mechanisch oder 30 B/s elektronisch, obwohl sie sogar einen höherauflösenderen Sensor hat. Hier hinkt Sony also hinterher. Aber ganz ehrlich, die wenigsten von euch brauchen mehr als 11 B/s. Aber, andere können mehr. Da die 6700 aber jetzt schnellere Speicherkarten unterstĂŒtzt, kannst Du dennoch lĂ€nger durchschießen ohne Probleme, jedenfalls bei JPG, da sind es jetzt locker 1000 Bilder statt 100, bei RAW verlustfrei wird sie allerdings schon ab 23 Bilder langsamer.

Stabilisator

Auch den Stabilisator habe ich getestet, obwohl es hier gar nichts zu testen gibt, denn er kann nach wie vor 5 EV Stufen ausgleichen laut CIPA, da hat sich nichts geÀndert. Theoretisch. Und wie ist es praktisch? Auch da nicht.

Mit dem 18-135 konnte ich 1/8s noch gut halten, dass alle Bilder scharf werden. Sowohl bei 18 mm, als auch bei 135 mm. Das heißt, bei 135 mm komme ich praktisch auf ungefĂ€hr 4 EV Stufen, im Weitwinkel eher auf 2 EV. Im Weitwinkel sind bei 1/2s noch GlĂŒckstreffer möglich, da war so jedes 2. Bild noch scharf, bei Tele aber keins mehr. Sprich, nach “Klapszus Standard” rechne mit 2-4 EV Stufen je nach Brennweite. 

Video

Als ich das erste Mal mit der 6600 unterwegs war und gefilmt hab, hatte ich so widerliche KlickgerÀusche in meiner Tonspur. Was war das? Die Trageriemenösen. Die klackern. Hab ich sofort danach abgenommen. Bei den neuen Sony Vollformatmodellen klackern die nicht mehr. Bei der 6700 aber immer noch. Wenn Du gerne filmst, sollte das also das erste sein, was Du tust, die Trageriemenösen entfernen

Abgesehen von den Ösen, hat Sony in die Kamera vieles eingebaut, was ich mir gewĂŒnscht hab. Die Kameradaten in der Displayanzeige ist jetzt nicht mehr direkt im Bild, sondern ĂŒber und unter dem Bild, verdecken also weniger das Videobild. Ich sehe mehr von der eigentlichen Aufnahme. Finde ich super, hat die 7IV z. B. noch nicht. Dann hat sie zeitgemĂ€ĂŸ 4K in 50p oder 60p und das inkl. Oversampling, also in guter QualitĂ€t und in 4:2:2 und 10bit. Perfekt. Wahlweise natĂŒrlich in S-Log oder nicht. Übrigens kann die Kamera auch in 4K 30p streamen, ich glaube, das ist die erste, die das macht. 

Dann gibt es noch 4K 100p bzw. in NTSC sind es 120p. Dann hast Du zwar nicht mehr den vollen Sensor und es gibt auch kein Oversampling, sondern ein 1:1-Pixel-readout, d.h. Du hast einen 1,5x crop zusĂ€tzlich zu dem APS-C crop. Das finde ich aber ok, kann ich mit leben. Lieber 4K 100p im crop, als gar kein 4K 100p wie die Canon R7. Bei den Videospecs ist Canon hier derzeit schwĂ€cher aufgestellt. 

Bei Rolling Shutter ist die 6700er ebenfalls deutlich besser, sie liest bei 4K Video den Sensor 2,5x so schnell aus, genauer gesagt in 15,7 ms statt in 39 ms bei der 6600. Die 6700 ist also bei 4K so schnell, wie die 6600 bei HD. Im crop bei 100p sind es 8 ms und Rolling Shutter ist gar kein Thema. Am schnellsten wird es bei HD, da sind es 6 ms und auch da ca. 2,5x schneller als beim VorgĂ€nger. Bei Rolling Shutter ist sie also ziemlich gut, aber nicht so gut wie eine Fuji H2s, die hat aber auch einen Stacked Sensor und wĂ€re deutlich teurer. (Rolling Shutter im Vergleich findest Du HIER)

Was noch ganz interessant ist, ist ein neues Feature, nennt sich Auto-crop oder in der deutschen Übersetzung: Automatische Rahmung. Funktioniert nur, wenn Du die Kamera auf HD gestellt hast, nicht in 4K und dann croppt die Kamera automatisch ins Bild, wenn sie Personen erkennt. Eine Person zoomt sie dichter ran, 2 Personen weiter weg. 

In den Einstellungen hast Du noch die Möglichkeit die Crop Stufe einzustellen, das war jetzt eben die mittlere, wenn ich auf große crop Stufe stelle, dann zoomt er deutlich nĂ€her heran. Ist nichts was ich wirklich nutzen wĂŒrde, ich mache das lieber in Post, also nachtrĂ€glich im Schnitt, es funktioniert nĂ€mlich manchmal ganz ok und manchmal nicht so wie ich es haben möchte. FĂŒr mich eher Gimmick. 

Ich kann mir aber vorstellen, dass es zum einen interessant ist z. B. fĂŒr Kochvideos und Du hin und her rennst und Dir einfach Arbeit im Schnitt sparen möchtest. Du könntest sogar 2 Videos aufnehmen, z. B. ĂŒber HDMI Ausgabe. Nimmst Du das Video ohne crop auf und intern mit crop, dann kannst Du immernoch spĂ€ter entscheiden, wann Du crop mit nachverfolgung nutzen möchtest und wann nicht. 

Wo es ebenfalls interessant sein könnte ist beim streamen. Aber, Du ĂŒberlĂ€sst eben der Kamera Deinen Bildausschnitt. 

Überhitzung

Schon beim VorgĂ€nger gab kein 30 Min. Limit mehr, gibt es hier natĂŒrlich auch nicht, aber laut Anleitung schaltet die Kamera bei 4K und 25°C Raumtemperatur nach 30 Min. ab und bei 40°C schon nach 10 Min. Und das, selbst wenn Du Automatische Ausschaltung bei hoher Temperatur bereits auf hoch gestellt hast. 

Jetzt steht unten allerdings noch der Hinweis bei 50 oder 60p. Zu 25p steht nichts, also musste ich das testen. Bei 25p habe ich nach 1 Stunde abgebrochen, da gab es nicht mal das Hitzesymbol und ich hab hier 25 Â°C Zimmertemperatur. Ich hab die Kamera ĂŒbrigens am Netzteil gehabt, Display ausgeklappt und HDMI Monitor angeschlossen, so wie ich das im Studio betreiben wĂŒrde. Bei 4K 50p hat die Kamera nach 27 Min. abgebrochen. Also nicht ganz die versprochenen 30 Min. Mag evtl. daran liegen, dass ich einen Monitor angeschlossen hatte. 

FĂŒr lĂ€ngere Aufnahmen fĂŒr Interviews oder im Studio, so wie ich hier meine Videos drehe, wĂŒrde ich also bei 4K 25p bleiben und hĂ€tte keinen wirklichen Vorteil gegenĂŒber der 6600. Ich filme öfter mal 1 Std. durchgehend und schneide dann das Video zusammen, 30 Min. genĂŒgt mir daher nicht 50p wĂŒrde ich im Studio also nicht nutzen. Aber fĂŒr Zeitlupe auch mal 50p oder 100p in 4K nutzen zu können ist natĂŒrlich dennoch klasse. 

Masterclass

Bevor ich zu meinem Fazit komme, wenn Du möchtest, dass ich zu der A6700 ein Masterclass Onlinekurs erstelle, dann hinter lass mir doch auf der Startseite ĂŒber das Kontaktformular eine Nachricht. Wenn ich genĂŒgend Interesse bekomme, erstelle ich einen, ansonsten nicht. Ich bin mir da noch unsicher. Hast Du die A6600? Dann hab ich einen Kurs schon fertig fĂŒr Dich, genauso fĂŒr die Sony 7IV und diverse andere Kameras. Ich bringe Dir in meinem Masterclass sowohl das Fotografieren bei, ich zeige Dir aber gleichzeitig, wie Du es an DEINER Kamera einstellst und ich erklĂ€re Dir alles, was Du wissen musst, wenn es um Foto– und Videografie geht. Soviel zur Eigenwerbung, kommen wir zu meinem Fazit. 

Fazit

Ist die Kamera gut? Ja, ist eine tolle APS-C Kamera, sie ist super ausgestattet, hat alles, was man braucht fĂŒr Foto und Video. Hast Du also noch keine Kamera, wird Dich die Kamera begeistern, evtl. aber auch ĂŒberfordern, mit den ganzen MenĂŒs. Aber dafĂŒr bin ich ja da, Dir das zu erklĂ€ren. Ist das ein gelungenes Upgrade, wenn Du eine 6400 oder 6600 hast? Ja und nein. Ist die QualitĂ€t besser? Nein. Machst Du bessere Landschaftsfotos? Nein, da sehe ich keine Vorteile. Gibt es Vorteile in der Portraitfotografie? Auch eher nicht, vielleicht ist das neue Klappdisplay praktisch, weil Du gerade im Hochformat flexibler bist, wenn Du gerade nicht durch den Sucher sehen kannst. Aber mehr sehe ich da nicht an Vorteil. 

Bei der Tierfotografie sieht es etwas anders aus, wenn Du hauptsĂ€chlich Hunde fotografierst und denkst der Autofokus ist jetzt noch besser. Eher nicht. Was aber natĂŒrlich besser geworden ist, ist die Tiererkennung. Durch die KI werden mehr Tiere erkannt, also wenn Du z. B. Insekten und auch Vögel. Ist Vogelfotografie ein Hobby von Dir, dann lohnt sich der Umstieg. Bessere Erkennung heißt aber nicht unbedingt schnellerer AF als bisher. Der ist ja auch schon bei den VorgĂ€ngern schnell. Was ebenfalls besser geworden ist, ist der Rolling-Shutter-Effekt, wenn Du also lautlos fotografieren willst. Bei Video gibt es einiges neues, endlich gibt es 4:2:2 in 10bit, fĂŒr alle die gerne in Log filmen gibt es also mehr Möglichkeiten nachzubearbeiten, dann noch 4K 50p, 4K 100p fĂŒr tolle Zeitlupenaufnahmen. Ob sich der Umstieg also fĂŒr Dich lohnt, hĂ€ngt davon ab, ob Du die neuen Features brauchst oder nicht. 

*Die mit Sternchen markierten Links sind Affiliate-Links (Werbung). Bei Kauf ĂŒber den Link bekomme ich eine Provision. FĂŒr Dich Ă€ndert sich der Preis nicht.

Comments 18

  1. Hallo Stephan, vielen Dank fĂŒr Deinen ausfĂŒhrlichen Testbericht zur 6700. Ich habe die 6600 sowie Deinen Masterclass Online- Workshop fĂŒr die 6600. Wird es Deiner Ansicht nach einen Update fĂŒr die 6600 geben, so dass die Tiererkennung verbessert und auch die Augenerkennung bei Vögel möglich wird? Oder ist das technisch nicht möglich?

    GrĂŒĂŸe Alex

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      Hallo Alex, was technisch genau möglich ist, kann ich schlecht sagen. Ich glaube aber nicht, dass ein grĂ¶ĂŸeres Update zur A6600 kommt, dafĂŒr ist die Kamera schon zu lange auf dem Markt, das macht Sony erfahrungsgemĂ€ĂŸ nicht. Wenn ĂŒberhaupt kommt eine Kleinigkeit, aber keine Vogelerkennung.

  2. Hallo Stephan, vielen Dank fĂŒr Deine ehrliche EinschĂ€tzung. Ich habe aktuell die A6400 und ĂŒberlege ob ich zur A6700 upgraden soll. Ich nutze die jetzige hauptsĂ€chlich als Urlaubskamera. Dazu habe ich auch dein Buch als Nachschlagewerk fĂŒr die Einstellungen.
    Bei der A6400 nutze ich bei Bergwanderungen auch viel die Panoramafunktion. Gibt es die Funktion ĂŒberhaupt noch an der A6700, auf dem Wahlrad ist sie nicht mehr.

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      Hallo Karlheinz, das höhere Modell, die A6600 hatte die Funktion ebenfalls nicht. Du kannst natĂŒrlich dennoch Panoramen schießen und die selbst am Computer zusammenrechnen. Die automatische Panoramafunktion wurde allerdings tatsĂ€chlich weggelassen.

  3. Hallo Stephan, vielen Dank fĂŒr Deine schnelle Antwort. Ich hatte aber gehofft, dass sich die Funktion evtl. nur in den Tiefen des MenĂŒs versteckt hĂ€tte. Ich bearbeite die Bilder normalerweise nicht groß am PC. Da werde ich mal mit dem Upgrade erstmal abwarten und dafĂŒr lieber in Objektive investieren. Dazu noch eine Frage. Wenn man nur Fotos macht was ist dann am Objektiv wichtiger LichtstĂ€rke oder Bildstabilisator? I h habe nĂ€mlich das SEL 10-18 F4 OSS und ĂŒberlege ob ich mir dafĂŒr nicht lieber das Sigma 10-18 F2.8 hole. Das Sigma 18-50 F2.8 habe ich schon und bin sehr begeistert.

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      Es kommt – wie immer – darauf an. Bildstabilisator ist praktisch, wenn Du viel aus der Hand fotografierst. LichtstĂ€rke ist dann interessant, wenn Du z. B. mal versuchst die Milchstraße zu fotografieren oder allgemein Bewegung bei weniger Licht. Ein Stabi gleicht 2-3 EV Stufen aus, durch 1 EV Stufe mehr LichtstĂ€rke relativiert sich der Vorteil. Ich wĂŒrde immer lieber LichtstĂ€rke (und bessere QualitĂ€t) wĂ€hlen.

  4. Hallo!
    Danke fĂŒr dein Bericht! Ich tue mir sehr schwer, ich hatte vorher Canon 6D und hab diese verkauft. Will nun zu Sony umsteigen und ich tendiere zwischen Sony Alpha 6600 und 6700. Von Vollformat zu APS-C.
    Ich fotografiere sehr gern Natur, PortrĂ€ts, Tiere, fange schöne Momente auf und reise sehr viel, deswegen muss die Kamera auch leichter und kompakter sein. Welche soll ich nun nehmen? Danke 🙂

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      Vermutlich wĂŒrde es die A6600 ebenfalls tun, Gerade, wenn Du sowieso neu ins System einsteigst, tendiere ich zur A6700. Das MenĂŒ ist besser, AF ist einfacher etc. Da Du ja auch gerne Tiere fotografierst, profitierst Du vom neuen Autofokus. Wichtig nur, spare nicht an den Objektiven.

      1. Vielen lieben Dank fĂŒr die Antwort! Dann werde ich dies nehmen. Welche Objektive wĂŒrden Sie mir empfehlen? Ich möchte mir 2-3 gute kaufen. Ich ĂŒberlege, ob ich Tamron 17-70 mm 2.8 oder doch den SEL 16-55mm f/2,8 G fĂŒr den Alltag nehme. Welche Makroobjektiv können Sie mir empfehlen? Es gibt so viele tolle Objektive, es macht die Entscheidung nicht einfach!

        Machen Sie ein Masterclass ĂŒber den Sony Alpha 6700? Ich wĂ€re sehr daran interessiert! Und wĂŒrde mich sehr darĂŒber freuen.

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          Beide Objektiv sind super, das 17-70 und auch das 16-55. Schau Dir die GrĂ¶ĂŸe, Gewicht, Brennweite an, was Dir wichtiger ist. An Makroobjektiven sind alle 3 Sony Objektive gut, auch die Sigmas sind super. Da entscheidet eher, was Du fotografierst. Wenn Du etwas fotografieren möchtest, das wegfliegen könnte, wenn Du zu dicht ran gehst, brauchst Du ein Makro mit mehr Tele, mehr Tele ist wieder teurer.

          Ein Masterclass ist geplant fĂŒr nĂ€chstes Jahr, spĂ€testens zum Sommer.

  5. Moin Stephan,
    derzeit habe ich die 6100 und 6400. Zwei Kameras, weil ich in der Tierfotografie nicht immer zwischen dem 18-135 und den 70-350 wechseln möchte.
    Ich fotografiere hauptsĂ€chlich Tiere in freier Wildbahn (Affen in Asien und BĂ€ren in RumĂ€nien), sowie (oft fahrende) Verkehrsmittel (Busse & Straßenbahnen) bei zum Teil schlechten Licht.
    WĂŒrde sich aus deiner Sicht fĂŒr mich das upgrade einer Kamera auf die 6700 lohnen ?
    Als Nachteil wĂŒrde ich u.a. die unterschiedlichen Akkus sehen, was irgendwann auch eine 6600 als Zweitkamera mit sich ziehen wĂŒrde…..

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      Moin Stephan, bessere Bilder machst Du damit nicht, die Erkennung von Motiven funktioniert aber besser. Der neue Akku ist vielleicht gar nicht so das Problem, der hĂ€lt 3x so lange. Du mĂŒsstest Dich dann aber an ein neues MenĂŒ gewöhnen, das heißt Du hast zwei sehr unterschiedliche Kameras von der Bedienung. Jetzt sind Deine Kameras ja fast identisch.

      1. Ich muß mal gucken wo ich eine 6700 zum testen finde.
        Das MenĂŒ sollte nicht das Problem sein, ich arbeite viel ĂŒber C-Tasten, auch die am 70-350.
        Am Objektiv wechsel ich jetzt immer schnell zwischen Mensch und Tier. (Manchmal wird meine Frau aber auch als Tier erkannt… 😅)

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          Biologisch gesehen sind wir ja auch Tiere. 😉 – Eingestellt wird ja nicht unbedingt, was erkannt wird, sondern wo die PrioritĂ€t liegt. Hund + Mensch, dann wird eher auf den Hund scharf gestellt, der Mensch wird aber auch erkannt, da ja auch Affen erkannt werden.

  6. Aktuell besitze ich eine Sony A7 IV und habe mich mit den Objektiven und der GrĂ¶ĂŸe wohl verrannt. Denn mir ist das Ganze zu schwer und zu groß um mE viele Bilder rund um die Familie, Kind und Wandern mitzunehmen.

    Klar die Bilder sind klasse, gerade mit dem 70-200 2.8. Allerdings verlangt es da schon einiges das auch schleppen zu wollen.

    Da ich sonst recht vertraut mit Sony bin, bin ich am Überlegen die 6700 zu holen um eine Kamera zu haben die öfters im Einsatz ist. Ist jemand diesen Weg gegangen?

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      Die Frage ist, was Du gewinnst, wenn Du das 70-200 mm F2.8 an die A6700 setzt. Das meiste Gewicht kommt ja eher von den Objektiven, das ist der Grund, warum ich z. B. das Tamron 70-180mm habe. Einen richtigen Gewichtsvorteil hast Du natĂŒrlich, wenn Du bei den Objektiven deutliche Abstriche machst und zu einem Superzoom gehst. Je nachdem wie Du und was Du fotografierst, könnten auch Festbrennweiten eine Lösung sein.

  7. Hallo Stephan,
    ich plane den Kauf einer Alpha 6700 und habe ins Auge gefasst, dazu die Sony Objektive 18-135 und 70-350 zu kaufen. Was darĂŒber hinaus an Objektiven kommt, ist derzeit fĂŒr mich noch keinen Gedanken wert. In der Regel tendiere ich dazu im System zu bleiben, derzeit bin ich noch mit einer Ă€lteren Nikon DSLR unterwegs und bin der Auffassung das die Nikkore am besten zur Kamera passen. Nun lese ich oftmals, das zu den Sony Kameras, eher die Sigma oder Tamron Objektive empfohlen werden. Sind diese tatsĂ€chlich besser als die Sony eigenen Objekte oder eine Geschmacksfrage. Kannst du hierzu etwas objektives sagen?
    GrĂŒĂŸe Christian

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      Hallo Christian,
      grundsĂ€tzlich gebe ich Dir recht. Immer wenn es ein Originalobjektiv gibt, das passt, wĂŒrde ich das auch bevorzugen. Bei Deinen genannten Objektiven passt das auch, da wĂŒrde ich keine Alternativen nehmen. Wenn die Objektive lichtstĂ€rker werden sollen, dann wird es bei Sony schnell teuer und Sigma/Tamron Alternativen werden dann oft bevorzugt. Aber wie gesagt, bei Deinen beiden genannten Objektiven… Go for it. Passt.

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